Wer Inhouse totsagt, irrt – Langlege Inhouse

Viele Unternehmen sind der Speicherung von Daten in der Cloud gegenüber misstrauisch. Man kann dies jedoch umgehen und sich für eine Inhouse-Lösung entscheiden. Mittlerweile ist die digitale Transformation in jeder Abteilung eines Unternehmens angekommen. Umso wichtiger ist der richtige Umgang beim Erfassen und Analysieren von Daten. Dabei werden On-Permises-Angebote rar. Viele Digital-Analytics-Lösungen basieren stattdessen auf der Speicherung der Daten in einer Cloud. Das Problem hierbei ist jedoch, dass sich für viele Unternehmen aus Sicherheits-, Strategie- oder Compliance-Gründen nicht die Wahl einer Cloudspeicherung ergibt, da sie ihre Daten auf eigenen Servern speichern müssen. Nun stellt sich hierbei die Frage, worauf Unternehmen bei Inhouse-Analytics-Lösungen achten müssen?

Status Quo

Aktuell verwenden viele Firmen sogenannte Software-as-a-Service-Lösungen für die Untersuchung ihrer Daten. Unternehmen versprechen sich vom Outsourcen in eine Cloud eine Arbeitsentlastung. Da solche Cloud-Anwendungen immer öfters zum Einsatz kommen, nimmt das Angebot an Inhouse-Lösungen seit Jahren ab. Wie bereits erwähnt, stellt dies ein Problem für diejenigen Firmen dar, die ihre sensiblen Daten nicht in die Cloud „packen“ dürfen. Insbesondere das aktuelle Urteil eines Gerichtes in Philadelphia fördert den Trend weg von der Cloud hin zur On-Permises-Lösung. Das Urteil besagt, dass das FBI auf Daten von europäischen Servern zugreifen darf. Sprich das FBI kann die Daten aller Google-Kunden einsehen. Das Privacy Shield ist somit nicht mehr gültig. Da Google diesen Beschluss nicht hinnehmen möchte, wird das Unternehmen in Berufung gehen. Nichtsdestotrotz ist es schwierig zu prognostizieren, in welche Richtung sich der Datenschutz national und international entwickeln wird.

Die Vorteile von Inhouse-Lösungen in punkto digitale Analysen

Nicht nur aufgrund des Datenschutzes sind On-Permises-Lösungen eine gute Wahl, sondern auch diese Faktoren sprechen für einen Einsatz:

  • Inhouse-Lösungen sind sehr effektiv
  • Inhouse-Lösungen weisen einen geringen Aufwand auf
  • Inhouse-Lösungen können mit anderen Systemen eine rundum Analyse der Daten bieten

Folgende Punkte sollte man bei der Wahl einer On-Permises-Lösung für die Analyse der digitalen Daten beachten:

1. Web-Analyse, App-Analyse, etc. – Hierfür sind unterschiedliche Analysen notwendig

Eine Analyse von einer Webseite oder eine Applikation muss immer individuell ausgeführt werden. Eine Kennzahl über beide Bereiche ist nicht zielführend. Es ist wichtig, dass man für jede Anwendung eine maßgeschneiderte digitale Analytics-Lösung verwendet.

2. Nur genaue Daten sind zielführend, keine Näherungs- oder Durchschnittswerte

Hierfür ist es wichtig zu wissen, dass die meisten Digital-Analytics-Lösungen auf Pixel-Tracking beruhen und daher keine genauen, sondern nur annähernde Werte ausgeben.
Beim Tracking von Pixeln handelt es sich um kleine Pixel (Zählpixel), die auf einer Webseite fürs Tracking von Userdaten eingesetzt werden. Da jedoch der Einsatz von Tracking-Blockern immer stärker zu nimmt und diese Zählpixel sehr langsam laden, bleiben schnelle Nutzer oder Nutzer mit Tracking-Blocker außen vor bei der Analyse. Deswegen ist es wichtig auf exakte Daten zu achten. Diese erhält man, indem man sich für Digital-Analytics-Lösungen entscheidet, welche das Reverse-Proxy-Tracking oder das Hybridtracking verwenden.

3. Die Big Data in Smart Data verwandeln

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass man z.B. das CRM oder andere Daten mit dem Digital-Analytics-Tool verbindet. Nur so erhält man ein komplettes Abbild der einzelnen Segmente und die unterschiedlichen Abteilungen eines Unternehmens können besser zusammenarbeiten. Wenn jede Abteilung seinen Bereich einzeln auswertet, erhält diese nur Abbildungen von „internen Inseln“ innerhalb des Unternehmens. Das Gesamtbild fehlt somit. Um dies zu vermeiden, sollte man einen Anbieter auswählen, welcher eine Systemverzahnung anbietet.

4. Der technische Aufwand sollte so gering wie möglich gehalten werden

Die meisten Anbieter von digitalen Analyse-Tools arbeiten mit Cloud-Systemen zusammen. Der technische Aufwand wird dadurch outgesourct, wodruch ein großer Vorteil entsteht. Viele wissen nicht, dass Inhouse-Lösungen ebenfalls solche Vorteile bieten. Das Installieren der Analytics-Software wird vom Anbieter übernommen und dieser bietet auch danach einen In-Betrieb-Haltungsservice an. Das Unternehmen hat dann lediglich die Aufgabe, aus den Ergebnissen der Analyse die entsprechenden Maßnahmen abzuleiten.

5. Ob Inhouse- oder Cloud-Lösung, es gilt flexibel zu bleiben

Entscheidet man sich nun für eine Inhouse-Analytics-Lösung, so bedeutet dies nicht, dass man für alle Zeit an diese Lösung gebunden ist. Es ist jederzeit möglich von Inhouse auf Cloud und umgekehrt zu wechseln. Umso wichtiger ist die Wahl eines Anbieters, der einen jederzeit beim Wechsel unterstützt und verschiedene Betriebsmodelle anbietet.
Ziel ist es, mit dem Analyse-Tool-Anbieter eine fundierte und langfristige Partnerschaft aufzubauen.

6. Persönliche Beratung ist das A und O

Jedes Unternehmen hat seine individuellen Bedürfnisse und Unternehmensziele. Umso wichtiger ist es, einen Partner zu finden, der eine persönliche Betreuung bietet und die richtigen Analytics-Lösungen sowie Antworten liefert. Nur so ist eine Erreichung der Digitalzielen gewährleistet.

Bild Copyright: Mindlab Solutions GmbH

By | 2017-09-28T13:27:47+00:00 August 23rd, 2017|News|

About the Author: